Die Welpen sind da, ihnen und Mama Nova geht es sehr gut – nun hoffen wir, dass es auch die weiteren Wochen so bleibt!
Zwischen 18:10 und 21:15 am Dienstag den 19.05. hat Nova 5 Welpen zur Welt gebracht – 2 Rüden und 3 Hündinnen.
Wie die meisten von euch wissen, war Novas letzter Wurf von Anfang an mit sehr viel Spannung, Hoffen und Warten verbunden.
Zunächst hieß es geduldig abzuwarten, bis meine Mädels läufig werden. Dann ließ sich Nova selbst mit dem optimalen Deckzeitpunkt besonders viel Zeit. Es hatte fast den Anschein, als wollte sie sich mit meiner anderen Hündin Jamie abstimmen, und sie unterbrach ihre Läufigkeit sogar kurzzeitig.
Dadurch fielen die entscheidenden Decktage genau in eine Zeit, in der Christian nicht da war und ich alles alleine organisieren musste. Zum Glück konnte ich mit Unterstützung lieber Freunde dennoch nach Oberösterreich fahren. Auch dort verlief nicht alles ganz reibungslos, und es gab einige unerwartete Herausforderungen rund um den Deckrüden. Trotzdem haben Nova und ich das gemeinsam gemeistert – ganz nach dem Motto: Frauenpower.
Dieser Wurf stand von Anfang an unter einem ganz besonderen Motto: We are strong. Und genau das beschreibt unsere Reise perfekt. Immer wieder wurde mir bewusst, wie viel man schaffen kann, wenn man sich gegenseitig vertraut und an sich glaubt.
Schon auf der Heimfahrt aus Oberösterreich gab es für mich viele kleine Zeichen, die mir das Gefühl gaben, dass dieser Herzenswunsch in Erfüllung gehen würde. Mein größter Wunsch war es, aus Novas letztem Wurf ein Mädchen zu behalten und ihre wunderbare Linie weiterzuführen.
Beim Ultraschall wurde meine Vorfreude zunächst etwas gedämpft. Der Tierarzt vermutete einen eher kleinen Wurf. Obwohl ich viel recherchierte und wusste, dass man die genaue Anzahl beim Ultraschall nicht immer zuverlässig einschätzen kann, machte mich diese Aussage natürlich nachdenklich. Aus diesem Grund sagte ich bereits im Vorfeld einigen Interessenten ab, da ich nicht wusste, wie viele Welpen tatsächlich geboren werden würden und ob überhaupt ein Mädchen für mich dabei sein würde.
Auch die letzten Tage der Trächtigkeit blieben spannend. Ich hatte meinen Urlaub so geplant, wie ich es von Novas bisherigen Würfen kannte – in der Erwartung, dass die Welpen etwa am 60. oder 61. Tag zur Welt kommen würden. Doch Nova ließ sich auch diesmal Zeit. Ihre Temperaturverläufe waren nicht eindeutig, und es war schwer zu erkennen, wann der tatsächliche Temperaturabfall stattgefunden hatte.
Am 63. Tag zeigte sie am Abend erstmals leichtes Hecheln, doch in der Nacht blieb es wieder ruhig. An meinem letzten Urlaubstag (Tag 64) schien zunächst ebenfalls alles unverändert, und ich fragte mich schon, wie ich das organisatorisch bewältigen sollte.
Am späten Nachmittag wurde Nova dann zunehmend unruhig, und gegen 16:20 Uhr setzten die ersten deutlichen Wehen ein. Gemeinsam gingen wir ins Welpenzimmer, wo es zunächst noch ein wenig dauerte, bis die Geburt richtig begann.
Um 18:10 Uhr kam schließlich der erste Welpe zur Welt – und dieser Start war alles andere als einfach. Der Welpe war sehr groß und bereits teilweise aus der Fruchthülle befreit, wodurch die Geburt deutlich erschwert wurde. Es war ein anstrengender und emotionaler Moment, und mir tat Nova unendlich leid. Doch mit viel Kraft und Geduld schaffte sie es schließlich.
Als ich sah, dass der erste Welpe ein Mädchen war, fiel eine riesige Last von mir ab. In diesem Moment wusste ich: Mein Traum, mindestens eine Tochter von Nova zu behalten, könnte tatsächlich wahr werden.
Dieses erste Mädchen brachte beeindruckende 450 Gramm auf die Waage – ein wahrer kleiner Riese und ein ganz besonderer Start in Novas letzten Wurf.
Etwa eine halbe Stunde nach dem ersten Welpen kam Welpe Nummer zwei zur Welt. Auch diese Geburt war für Nova unglaublich anstrengend. Sie musste sehr kräftig pressen, und es war deutlich zu sehen, wie sehr sie sich plagte. Schließlich schaffte sie es, einen wunderschönen Rüden rückwärts zur Welt zu bringen – mit unglaublichen 560 Gramm. Ein absoluter Wonneproppen und mit großer Wahrscheinlichkeit der schwerste Welpe in der gesamten Sent from Heaven Zuchtgeschichte.
Danach dauerte es wieder etwas länger. Nova hatte weiterhin Wehen, wurde aber zunehmend müde. Kein Wunder – die Geburt dieser außergewöhnlich großen Welpen verlangte ihr alles ab. Ich versorgte sie laufend mit Globuli, kräftiger Hühnersuppe und Traubenzucker, damit sie neue Energie schöpfen konnte. Zwischendurch gingen wir auch immer wieder kurz in den Garten, um die Wehentätigkeit anzuregen.
Etwa eine Stunde später wurde Welpe Nummer drei geboren – erneut rückwärts und mit beeindruckenden 505 Gramm. Wieder war die Geburt sehr kräftezehrend, und es tat mir unendlich leid zu sehen, wie sehr Nova kämpfen musste.
Nach diesem Welpen folgte eine längere Pause von über einer Stunde. In den letzten zwanzig Minuten presste Nova immer wieder sehr stark, doch es tat sich nichts. Wir gingen hinaus, bewegten sie und versuchten alles, was wir konnten. Langsam wurde ich zunehmend nervös, denn wenn eine Hündin stark presst und kein Welpe kommt, kann das ein Warnsignal sein.
Da alle bisherigen Welpen so außergewöhnlich groß waren, wollte ich auf keinen Fall voreilig Oxytocin geben. Wir diskutierten bereits, ob wir den Tierarzt kontaktieren und eventuell zum Röntgen oder sogar für einen Kaiserschnitt fahren sollten.
In genau dem Moment, als Christian bereits die Telefonnummer wählen wollte, konnte ich plötzlich den Welpen tasten. „Warte – er kommt!“
Und tatsächlich schaffte Nova es noch einmal aus eigener Kraft. Der vierte Welpe war erneut ein sehr großes Mädchen mit 520 Gramm. Leider bemerkte ich beim Auspacken sofort, dass sich nichts tat. Wir kämpften über eine halbe Stunde lang um ihr Leben, versuchten alles, doch wir konnten sie nicht zurückholen.
Dieser Moment war unbeschreiblich traurig. Worte können kaum ausdrücken, wie sehr uns dieser Verlust getroffen hat.
Doch es blieb kaum Zeit, den Schmerz zu verarbeiten. Nova hatte weiterhin Wehen, und ich hoffte inständig, dass sich noch ein weiterer Welpe auf den Weg machen würde. Ich massierte sie sofort weiter, während Christian noch versuchte, das kleine Sternenmädchen zu retten.
Und tatsächlich – nur etwa fünfzehn Minuten später wurde der fünfte Welpe geboren.
Ich versorgte ihn diesmal alleine und sah sofort, dass er lebte. Ein riesiger Stein fiel mir vom Herzen. Und als ich erkannte, dass es wieder ein Mädchen war, war meine Erleichterung kaum in Worte zu fassen.
Damit war mein größter Wunsch erfüllt: zwei Mädchen und zwei Buben – vier gesunde, kräftige kleine Wunder.
Nach diesem Welpen wurde Nova ruhig. Sie wirkte entspannt, und trotz weiterer unterstützender Maßnahmen war klar: Die Geburt war beendet.
Dann blieb nur noch, Abschied von unserem kleinen Sternenkind zu nehmen.
Dieser Abschied war besonders emotional. Vor Kurzem ist Christians Oma völlig unerwartet verstorben. Sie war ein großer Fan unserer Hunde und freute sich immer ganz besonders über jeden Wurf. Auch auf diese Welpen hatte sie sich schon sehr gefreut.
Der Gedanke tröstet mich, dass dieses kleine Mädchen vielleicht für sie bestimmt war – dass sie es dort, wo sie jetzt ist, liebevoll in Empfang genommen hat und dass die beiden nun zusammen sind.
Dieser Wurf ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes.
Auch wenn ich nun einigen Familien schweren Herzens absagen muss, bin ich unendlich dankbar. Dankbar, dass Nova diesen letzten Wurf für mich noch möglich gemacht hat. Dankbar, dass mein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen ist und eines ihrer Mädchen bei mir bleiben darf, um ihre wunderbare Linie weiterzuführen.
Heute haben wir uns von unserem kleinen Sternenwelpen für immer verabschiedet. Du wirst für immer in meinem Herzen bleiben! Denn alles was geschieht, geschieht nicht umsonst und ich werde mich immer an euch erinnern und an diesen einen Moment wo ich dich in meiner Hand gehalten habe, dich angeschaut habe, und dich ins Herz geschlossen habe. Und jedes Mal wenn ich diese Zeilen lese, werde ich an dich denken und zum Himmel schauen und mich fragen warum wir uns nicht kennenlernen durften. Aber da Zeit endlos ist und ich davon überzeugt bin, werden wir uns irgendwann/irgendwo wieder begegnen.
Danke, Nova.